Townsendranch Saddleshop Aachen

Bodenarbeit nach der "The Gentle Touch®"-Methode

Ein Kurs mit "The Gentle Touch®"-Trainerin Biggi Küpper

Endlich war es soweit! Erwartungsvoll trafen sich am Samstag, den 06.05.2006 5 Pferdefreunde im herrlich gelegenen kleinen Erkensruhr in der Eifel, etwa 25 km südlich von Aachen. Sie waren dem Angebot von Biggi Küpper gefolgt, die hier auf ihrer "Townsendranch" als Western-Trainerin tätig ist und diesen Tag der Bodenarbeit der Methode "The Gentle Touch®" (TGT) gewidmet hatte.

Während einer kurzen Vorstellungsrunde lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich und die Kursleiterin Biggi bereits etwas näher kennen. Es stellte sich heraus, dass die Gruppe sich sowohl aus langjährig erfahrenen Pferdehaltern, als auch aus jungen Reitern zusammensetzte. Neben "Baloo", dem braven Tinker-Wallach , "Marata" und "Mr. Schmitz", den prächtigen Haflingern standen uns für die mit Spannung erwarteten TGT-übungen noch Thomas´ QH-Stute "Alice" und "Schüppi", der junge, gerade gelegte Friese von Wenke zur Verfügung.

The GentleTouch one Eine wortgewandte theoretische Einführung in die Zielsetzung und Methodik der "TGT"-Methode eröffnete den Unterricht an diesem Morgen. Wir lernten, dass die Methode im Interesse beider Partner eine optimale Harmonisierung der Beziehung Mensch/Pferd verfolgt. Dabei werden die besonderen Rahmenbedingungen und Bedürfnisse der heutigen Freizeit-, Hobby- und Breitensportpferdehaltung und -reiterei besonders berücksichtigt.

Die Ausrüstungsgegenstände mit denen wir heute am Pferd tätig sein wollten, waren schnell aufgezählt und vorgestellt: Stallhalfter und Führstrick waren jedem der Teilnehmer aus dem alltäglichen Pferdehandling bekannt. Nicht unbedingt in jedem Stall vorzufinden sind dagegen die Führkette, das Leitseil und das Knotenhalfter; alle drei Instrumente zur Unterstützung unserer Bemühungen, gerade mittels der Bodenarbeit ein leicht zu kontrollierendes, mitdenkendes und mitarbeitendes und dadurch sicheres Pferd auszubilden.

In den praktischen Übungen dieses Tages erlernten wir zunächst das korrekte und schonende Anlegen der Führkette und deren Wirkungsweise so wie der freundliche Umgang mit diesem Instrument.

Ebenso erarbeiteten wir uns nach einer anschaulichen Demo mit Schulpferd Marata, den richtigen und sanften - für´s Pferd sofort zu verstehende - Umgang mit Halfter und Strick, bzw. den richtigen und gezielten Handgriffen.

Die Mittagsstunde verbrachten alle Teilnehmer auf der sonnenbeschienenen Terrasse eines nahegelegenen Restaurants, wo wir Gelegenheit hatten, uns für den Nachmittag zu stärken und in gemütlicher Runde zu fachsimpeln. Danach ging´s wieder zurück zu den Pferden und hinein in die zweite Runde des Bodenarbeitskurses:

The GentleTouch one Die nun folgende Arbeit mit Leitseil und Knotenhalfter machte wohl allen Teilnehmern den größten Spaß. Das Knotenhalfter hat sich wegen seiner Leichtigkeit und der sanften Knoteneinwirkung auf den Kopf des Pferdes bestens als Hilfsmittel bewährt. Wir lernten, dass ein Knotenhalfter sich deshalb gut für die Bodenarbeit eignet, weil das Seil präziser wirkt als ein normales Stallhalfter aus Leder oder Nylonband und die Knoten zudem sensible Stellen am Pferdekopf berühren. Die korrekte Verknotung des schnallenlosen Halfters wurde uns nach der "Fuchs geht um seinen Bau"-Methode einprägsam erläutert, so dass nun wohl niemand mehr auf die Idee kommt, die Verknotung nach unten gerichtet abzuschließen. Unsere Pferde wurden an Leitseil und Knotenhalfter geführt und longiert, es wurden Tempowechsel (vom Schritt in den Trab und zurück) durchgeführt und Setting-Übungen, bei denen es darauf ankommt, das Pferd in Seitwärtsbewegung einige wenige Schritte am Zaun entlang zu schicken, rundeten die Palette der an diesem Tag erlernten Anwendungen ab.

Als Fazit dieses ersten von zwei aufeinander aufbauenden Bodenarbeitskursen nach "The Gentle Touch®"-Methode" stand für die Teilnehmer - genauso überraschend, wie überzeugend - die schnelle Erfolgsbilanz aus allen übungen im Vordergrund.

Für Pferd und Reiter steht mit "The Gentle Touch®" eine methodische und zielgerichtete Arbeitsweise zur Verfügung die auf sanftem einfühlsamem Wege zu nachhaltigem Erfolg führt und letztlich dem Reiter zur Horsemanship im besten Sinne des Wortes verhilft; ein Ziel , das jeder von uns einmal erreichen möchte!


Herbert Woopen